Klausurtagung der Kreis-SPD

 

Zum Thema „Veränderungen in der Wirtschaft und Gesellschaft“ traf sich die SPD Kreistagsfraktion zur gemeinsamen Klausurtagung mit dem SPD Kreisvorstand Wittmund wieder einmal in Bad Zwischenahn.

Klausur2018Foto: Roswita Mandel

Fraktionsvorsitzender Heinz Buss begrüßte neben den Kommunalpolitikern auch den Landrat Holger Heymann und den Landtagsabgeordneten Jochen Beekhuis.
Landrat Heymann trug zu Beginn die aktuelle Entwicklung aus dem Landkreis vor, besonders betonte er, dass die Umbaupläne zur weiteren Zukunftsausrichtung des Wittmunder Krankenhauses mit dem Erwerb von Grundstücken einen wichtigen Schritt vorangekommen seien.
Der Landtagsabgeordnete Jochen Beekhuis berichtete aus dem Landtag, dass sich die regionalen Abgeordneten der SPD mit aller Kraft gegen eine mögliche Schwächung des ländlichen Raumes einsetzen werden. Hier sei das CDU-geführte Finanzministerium in der Verantwortung, mehr finanzielle Mittel zur Verfügung zu stellen.
Da sich das kommunale Versorgungsunternehmen EWE aufgrund einer veränderten Wettbewerbssituation in einer strategischen Neuausrichtung befindet, konnten zu diesem Veränderungsprozess Hermann Cordes, Netzregionsleiter Ostfriesland und Gerrit Pruss, Kommunalverantwortlicher Ostfriesland als kompetente Referenten gewonnen werden. Beide berichteten denn auch vom breiten Aufgabenspektrum des Dienstleisters EWE, dessen Kerngeschäft nach wie vor die Bereiche Energie und Telekommunikation umfasst. Eine Vielzahl von ergänzenden Geschäftsfeldern und Unterstützungsfunktionen rundeten das EWE Portfolio ab, so Cordes und Pruss. Breiten Raum nahm neben der Vorstellung des ENERA-Projektes natürlich das Thema Breitbandausbau ein. Hier kamen gezielte Fragen der Kreistagsabgeordneten an die Referenten, wann denn endlich "ihre" Ortschaften dran wären. Der Ausbau, so Pruss und Cordes, sei eine Mammutaufgabe, für die sich die EWE mit großer Kraft einsetze. Schwierig sei die Umsetzung im Tiefbaubereich, da es kaum noch freie Kapazitäten seitens der zu beauftragenden Bauunternehmen gebe. Trotzdem läge die EWE gut im Zeitplan.
Gravierende Änderungen gibt es ab 2020 auch in der Pflegeausbildung, die künftig zu einer generalistischen Ausbildung zur Pflege von Menschen aller Altersgruppen in allen Versorgungsbereichen wird. Hierzu referierte die Fachfrau und ausgebildete Pflegedienstleiterin Bettina Fejes und stellte den Klausurteilnehmern die Pflegeausbildung der Zukunft vor, die an einer Pflegeschule in Verbindung mit Praxiseinsätzen durchgeführt werden kann. Fraktionsvorsitzender Heinz Buss: " Mit dem Wittmunder Krankenhaus, den Alten- und Pflegeheimen und den örtlichen ambulanten Anbietern wäre die BBS Wittmund ein idealer Ort, die Pflegeausbildung am Standort Wittmund durchzuführen."
Über notwendige Veränderungen in der Ausbildung von Erzieherinnen sprach die Sozialassistentin Meike Harms, Mitglied im Kreisvorstand und Vorsitzende der JusoAG.  Hier regte sie an, dass z.B. der Landkreis Vorbereitungskurse für jetzige Sozialassistenten zur Erzieherin fördern könne, dies könne in Kooperation mit der BBS bzw. der VHS erfolgen.
In einem weiteren Vortrag berichtete Meike Harms, dass sich die Jusos mit dem Zukunftspapier der RotGrünPlus Gruppe im Kreistag beschäftigt haben. Hier gelte es, das Papier zur Hälfte der Wahlperiode fortzuschreiben und besonders auch die Belange der jungen Menschen zu berücksichtigen. Als gutes Beispiel nannte sie die kostenlose Schülerbeförderung im Bereich SEK 2 und Berufsschule. Diese Forderung bestehe seit langem, hier sei allerdings das Land Niedersachsen in erster Linie gefordert und zuständig.

 

 
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